Sonntag, 19. Dezember 2010

Schlub

Es muss sich etwas ändern. Um ganz einfach zu beginnen: Es kann nicht sein, dass ich in meiner Lage zugeballert werde von der GEZ mit ihren Forderungen, obwohl ich nach der Fußballweltmeisterschaft per Einschreiben mitgeteilt habe, dass ich keinen Fernseher mehr betriebsbereit halten werde und faktisch nicht fernsehe. Denen schreiben, dass ich das nicht zahlen kann, was sie von mir wollen und es auch keinen Grund dafür gibt, wenn das keine verdammte Fernseh-Diktatur ist, in der wir leben. Sie über meine finanziellen Verhältnisse informieren und das belegen mit dem Hinweis auf meine Einkommenssteuerklärung 2009, die ich abgeben muss noch vor Jahresende, abgeben muss trotz der Geringfügigkeit meiner Einkünfte im Jahre 2009. Und wenn ich dann meinen Bescheid kriege im Januar, dann kann ich ihnen gerne eine Kopie davon schicken. GEZ. Finanzamt. Defensiver Teil des Finanzthemas. Offensiver Teil: Etwas herstellen, das ich verkaufen kann. Text, den ich anbiete gegen Geld. Geschäftsmodell eines Blogs mit beschränktem, kontrolliertem Zugang (gibt es als Option bei Blogger; maximale Teilnehmerzahl 100). Freier Zugang nur für die Tess. Alle anderen, auch Freunde und gute Bekannte, bezahlen. Dann haben die auch eine Möglichkeit, mich zu unterstützen, in dem was ich tue, ohne dass es ihnen peinlich sein muss, wenn sie mich nach meiner Kontonummer fragen in der Absicht, mir eine Spende zukommen zu lassen. Es ist dann auch gar keine Spende, sondern sie kriegen was für ihr Geld. Was? – Text. Erzählung, die abzweigt vom Roman meines veröffentlichten Lebens hier. Ausgearbeitete Erzählung. Konventionelle Erzählung. Autofiktional. Nichts Ausgedachtes. Nichts Erfundenes. Erzählung, die beginnt da, wo ich stehe. Erzählung, die Nacherzählung ist und zugleich Aktion. Erster Bezahltext: Erzählung vom Schlub. Erzählung von einem, der nicht aus seiner Haut kann. Nicht einmal dazu fähig ist, jemandem, den er zum Freund haben will, zu helfen mit Geld. Nicht mal dazu fähig, überhaupt zu fragen, wie viel Geld das sein soll und wie groß die Not ist und herauszufinden, ob es eine wirkliche Not ist oder nur eine vorgegebene, um ihm sein Geld aus der Tasche zu ziehen. So in sich selbst verhockt und verstockt, so gefangen in seiner Haut, dass es ihm unmöglich ist, so einfache Fragen zu stellen und statt dessen lieber zu schreiben eine Ausreden-Mail, um den anderen, mich, fernzuhalten von seiner Haut, aus der er nicht kann. Das der Anfang der Erzählung. Von da aus zu anderen Momenten mit dem Schlub: Wie ich einmal vor langer Zeit darauf gekommen bin, dass es sein könnte, dass er geizig ist. - Wie ich ihn vor noch längerer Zeit zum ersten Mal als meinen kleinen Bruder gesehen habe und seither den Impuls hatte ihn beschützen zu wollen, ungeachtet dessen, was ich sonst bei ihm gesehen habe und ob mir das gefallen hat oder nicht. – Wie ich mir einmal einen Vorteil versprochen habe von der Freundschaft mit ihm; wie ich dann jedoch, als ich einen solchen Vorteil hätte genießen können, im letzten Moment darauf verzichtet habe (Was nicht so sehr für mich spricht, sondern gegen ihn. Weil ich, so wie ich ihn dabei erlebt hatte, mich nicht in eine Abhängigkeit bringen wollte von ihm durch den Vorteil). Noch mehr Momente dieser Art. Und schließlich der Moment der Erzählung: Wie ich, nachdem er meine Bitte darum, mich zu unterstützen, nicht einmal an sich heran gelassen hat, nun erzähle von dieser Verweigerung und sie zu verstehen versuche aus seiner Person und unserem Verhältnis zueinander und damit auch von mir erzähle und von meiner Erwartung, von ihm Hilfe bekommen zu können, die genau so kritisch zu betrachten ist wie das Verweigern der Hilfe. Denn hätte ich es nicht wissen können, dass er nicht aus seiner Haut heraus kann und gehört es nicht zu den Tugenden in einer Freundschaft, dass man die Grenzen eines Freundes achtet und ihn nicht in Verlegenheit bringt, indem man Erwartungen an ihn heranträgt, die zu erfüllen er nicht in der Lage ist? – So dass es sich am Ende erweisen könnte, dass nicht nur der Schlub ein Tölpel ist, sondern ich es nicht weniger bin. Was sicher das intellektuell befriedigendste Ergebnis wäre. Doch ob es so ist, lässt sich von hier aus nicht sagen. Das muss der Text klären. Der Text aber ist Aktion und damit das Ende offen. - Alleine schon deshalb ist es ziemlich leichtsinnig, was ich hier gerade mache: über ungelegte Eier reden. Und leichtsinnig ist es auch, von vornherein preiszugeben, dass der geplante Text ein Vorbild in der Realität haben wird, und ihn damit von vornherein angreifbar zu machen als Verrat, als Indiskretion über eine Person des wirklichen Lebens. Aus dem Beweggrund, dass ich nicht bekommen habe, was ich wollte. Bestimmt wird mir das unterstellt werden. Aber soll ich mir deshalb verbieten, von so einem bedeutenden Erlebnis in meinem Leben zu schreiben? – Die Frage enthält bereits die Antwort: Nicht verbieten. Denn ich kann mein Handeln nicht leiten lassen von der Absicht, Unterstellungen zu vermeiden. Und mein Schreiben wird auch keine Indiskretion und schon gar kein Verrat sein, weil ich über mich und  m e i n (Er)Leben schreiben werde. Ich schreibe also nicht über eine reale Person und behaupte, so ist die. Worauf die reale Person sagt, so bin ich nicht und deshalb verbiete ich dir das anwaltlich, und wenn es sein muss gerichtlich, das über mich zu behaupten. Ich schreibe über  m e i n Erlebnis mit der anderen Person. Ich sage daher nicht, die Person ist so, worin ich mich täuschen kann, weil jemandem anderen gegenüber, einem anderen Freund gegenüber, ist die Person möglicherweise ganz anders. Sondern ich sage, das habe ich so erlebt mit einer Person, der ich den Aliasnamen Schlub (*) gebe und der ich keine Orte zuschreibe und keine äußere Erscheinung, an der sie wiedererkennbar wäre. Was das Erzählen erschwert und mich vielleicht sogar zwingen wird, stellenweise zu tun, was ich nie wieder tun wollte: zu fiktionalisieren. So weit zu fiktionalisieren, dass es mich nicht mehr interessiert und ich es lieber sein lasse. Weshalb ich es besser erst einmal weiter durchspielen und ausprobieren sollte, statt hier über den Plan zu schreiben. Doch es ist nun mal das, womit ich mich heute beschäftigt habe. Viel mehr ist nicht zu berichten. Nur noch zu erwähnen, dass ich eben der Tess geschrieben habe. Denn auch da muss sich unbedingt etwas ändern.

(*) Das Wort habe ich gerade erst vor einer Woche gelernt. Es ist mir begegnet in einem Artikel auf  The Daily Beast: Is It Time to Redefine Narcissism? Darin der Satz: Today, grandiosity can get the average schlub anything from a reality-TV show to 100,000 Twitter followers. - Schlub? - Leo-Nachfrage ergibt: Das Wort bedeutet Tölpel und kommt aus dem Jiddischen. Es ist nicht so hart und schmähend wie etwa das Wort Schmock, das ich gegenüber dem Schlub schon mehrfach gebraucht habe, immer mit einem Lächeln, als wäre es nicht ernst gemeint, doch das war es. Schlub ist im Gegensatz zu Schmock ein Wort, das man auch zärtlich und liebevoll gebrauchen kann. Es ist ein wunderschönes Wort. Es verwenden zu können als fiktiven Namen für die Person, um die es in meinem Erlebnis geht, ist ein entscheidender Grund für meinen Entschluss gewesen, von diesem Erlebnis zu erzählen. Jemandem, der Schlub heißt, kann man eigentlich nicht böse sein. Und da will ich hin mit meiner Erzählung, wenn es sie geben wird: alles auszusprechen, was ich erlebt habe mit dem Schlub, ohne ihm deswegen böse zu sein. Denn wozu?

Samstag, 18. Dezember 2010

Deckchen

Heute in der taz; Die Schönheit der Viren. Artikel über die New Yorker Künstlerin Laura Splan und ihre DolliesHier die Website von Laura Splan, die aus den Strukturbildern von Viren Spitzendeckchen herstellt: SARS, HIV, Herpes, Influenza, Hepatitis. Am besten gefällt ihr selbst das Herpesvirus, weil es die schönsten Spitzen hat und am dekorativsten ist, sagt sie. Ich finde es überladen und kitschig. Da gefällt mir das HI-Virus besser und am besten - wegen meiner Vorliebe für Minimalismus - das SARS-Virus. Doch die Koinzidenz an diesem Morgen ist nun mal die mit dem Herpesvirus. Deshalb die Frage, ob das auf der Website abgebildete Herpesvirus vom Typ 1 ist, das den Herpes labialis (Lippen) verursacht, oder vom Typ 2,  Verursacher von Herpes genitalis? - Aktueller Anlass der Frage ist Typ 2. Beim Duschen entdeckt die Rötung von der Größe eines Cent-Stückes. - Wo kommt die denn auf einmal her? - Nichts bemerkt. Keine Stiche, kein Kribbeln, kein Jucken. Aufgetreten ohne Vorwarnung. Die hätte allerdings auch nichts genutzt. Denn außer Fluchen ist da nichts zu machen. Bleibt nur Abwarten, bis der Infekt wieder abgeklungen ist in etwa einer Woche; bis nichts mehr zu sehen sein wird in etwa drei Wochen. Herpes labialis der Psycho-Herpes. Herpes genitalis der Exzess-Herpes. So war das mal. Inzwischen kein Labialis mehr. Auch keine Exzesse mehr. Dafür Psycho-Herpes genitalis. – Was war denn los? War doch alles so gut. - Nur nicht gestern Abend. Der im Grunde trostlose Post von gestern. Textrest vom Vortag. Weggelassener Schlussteil von Respekt 1. Weggelassen aus Faulheit beim Überarbeiten. Denn so wie es da stand, stimmte es nicht. Pose. Und dann noch die Assoziation, die wahrscheinlich niemand kapiert hätte: Die sinnvolle, ehrenvolle Konkurrenz um eine tolle Frau im Gegensatz zum blödsinnigen Konkurrieren des Schlubs mit mir. – Den Textrest umgearbeitet zum kurzen Post Respekt 2. Kein falsches Wort. Aber letztlich trostlos. Wie das Lebensgefühl gestern Abend. Nicht ausgelöst vom Text. Der Text nur Symptom des Stimmungsverfalls, des Absturzes. Die Spielkameraden - der Schlub, der Professor, die Tess -, die alle nach Hause gegangen sind. Und ich alleine zurück geblieben auf dem Spielplatz. Sandkasten, Rutschbahn, Wippe, Schaukel. Alleine macht das alles keinen Spaß. Auf dem Klettergerüst hocken und vom Erwachsensein träumen, wenn ich endlich nicht mehr alleine sein werde (Neuschnee). Ende Bildersprache. Frage: Noch erwachsener werden? – Antwort heute Morgen: Noch unabhängiger werden! Gute Antwort. Kam nur zu spät. Gefühlszustand verbessert. Doch da waren die Viren schon durchgebrochen. Kein Selbstmitleid. Melancholie. Du kannst nicht immer ausgelassen sein und rumtoben. Grippevirus wäre schlimmer gewesen. Drei Viertel der Bevölkerung tragen das Herpesvirus in sich. Mein Lieblingssatz eines Kommunisten: Die Revolution ist kein Deckchensticken. Mao Tse Tung. Das nicht nur am Rande. Es muss sich etwas ändern.

Freitag, 17. Dezember 2010

Respekt 2

So wenige Vermutungen und Annahmen wie möglich. Nur das, was ich gesehen habe. Nachdem der Professor sich vom Fenster abgewandt und das Zimmer verlassen hatte, stand das Subtile Zeichen, das den ganzen Morgen auf  Nicht gut gestanden hatte, wieder auf Alles gut, wie in den Tagen zuvor. Nur er konnte es wieder auf Alles gut gestellt haben. Warum? – Das ist das Rätselhafte an seinem Auftritt. Damit könnte ich mich nun endlos beschäftigen. Muss ich aber zum Glück nicht. Durch die Tess habe ich gelernt, mit Rätseln zu leben. Und da gibt es noch ganz andere Rätsel als das von gestern. Irgendwann werden die Beteiligten sich miteinander verständigen und dann wird sich alles aufklären. Vielleicht dauert das gar nicht mehr so lange bis dahin. Denn der Auftritt des Professors gestern und was wir zusammen daraus gemacht haben, das war schon kurz vor Kommunikation. Deshalb hat es mir auch so gut gefallen. Auch wenn er mir wahrscheinlich nur signalisieren wollte: Die Katze ist wieder zurück. Schluss mit den Spielen der Mäuse. Ich bin hier, wo auch die Tess ist. Du bist da drüben. Bleib da und lass die Tess in Ruhe! – Worauf ich ihm signalisiert habe: Ich weiche nicht. Ich gebe nicht auf. - Mehr war auf die Entfernung nicht zum Ausdruck zu bringen. Alles andere weiß er aber auch selbst. Entscheidungen treffen darüber, was zu tun und zu lassen ist, kann nur die Tess. Er und ich, wir können nur weiter um sie konkurrieren. Jeder auf seine Art, jeder nach seinen Möglichkeiten. Wobei er die deutlich besseren hat. Deshalb wundert es mich auch, dass er das überhaupt für nötig hielt, sich da hinzustellen an das Fenster, um mir seine Präsenz und meine Grenzen zu zeigen. Denn er muss doch nur gut sein zur Tess und keine groben Fehler machen, schon vergisst sie mich und ich kann sehen, wo ich bleibe mit meiner Sehnsucht. Doch ganz so einfach scheint das nicht zu sein. Und das kann mich bei allem Respekt nur freuen.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Respekt 1

Allen Lesern einen herzlichen Glückwunsch zum 235. Geburtstag von Jane Austen. Dass der heute weltweit gefeiert wird, darauf macht uns die tagesaktuelle Google-Eröffnungsseite aufmerksam. Erst habe ich gedacht: 235. Geburtstag - zweihundertfünfunddreißig -, jetzt übertreiben sie es aber mit den Geburtstagen bei Google. Doch was soll´s? Jeder Anlass ist recht, um auf Jane Austen hinzuweisen. Wer also Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) noch nicht gelesen hat (Verfilmungen zählen nicht, auch nicht die mit Keira Knightley): unbedingt nachholen! Und nicht abschrecken lassen von den 200 Jahren. Das spielt schon nach wenigen Seiten keine Rolle mehr. – Vorschau: Weiter unten gibt es was mit dem Professor, dem Freund von der Tess. - Jetzt erst mal 12.45 Uhr. Ich beim Durchspielen eines Einfalles, den ich beim Schwimmen hatte. Stichwort: Schlub. Was ich anfangen könnte mit dem er, der bis zum Äußersten anonymisierten Gestalt aus Konkurrenz aka die andere Seite. Was ich anfangen könnte mit der anonymisierten Gestalt, weil ich nicht aufhören kann, mich mit der realen Person zu beschäftigen. Nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen und zugleich das Gefühl, ihm Unrecht zu tun, weil ich ihm nicht gerecht werde - weil ich mich nicht in ihn hineinversetzen kann, weil mein Einfühlungsvermögen versagt bei ihm. Vielleicht nur deshalb, weil ich zu wenige Daten von ihm habe. Was an ihm liegt; wofür er aber auch nichts kann. Er kann nicht aus seiner Haut. Geschichte von jemand, der nicht aus seiner Haut kann. Geschichte in mehreren Momenten. Erster Moment: Neonazis mit Reichskriegsflagge auf einer Kirmes; Tränen. Momente verteilt über drei Jahrzehnte. Verbindungen zwischen den Momenten. Notizen. Mal sehen, ob ich das morgen noch verstehe, was ich gerade notiere und ob ich sie dann noch schreiben will, die Geschichte - ob es überhaupt eine Geschichte ist. Eine Zigarette rauchen an der einen Spalt breit geöffneten Balkontür. Hastig rauchen wegen der hereinströmenden Eiseskälte. Tür zu. Zurück ans improvisierte Stehpult zum Laptop. Kurzer Blick auf die andere Straßenseite zum Fenster des Contessa-Zimmers. Seit Dienstag stand das Subtile Zeichen auf Alles gut (zum ersten Mal wieder nach Monaten); seit dem Morgen steht es wieder auf Nicht gut. Hat die Tess es auf Nicht gut gestellt? Oder war es der Professor? Seit dem Wochenende ist er wieder zurück von wo auch immer er gewesen ist und jetzt steht er etwa 20 Meter entfernt von mir im Contessa-Zimmer, hinter dem rechten Flügel des Fensters. Der Freund von der Tess, genannt der Professor. Er trägt etwas Schwarzes und darunter etwas kapuziges Weißes und sieht gut aus und sympathisch (aus dieser Entfernung hat er eine Ähnlichkeit mit Jim Morrison, der hier letzte Woche mal vorkam; nur dass der Professor nicht die etwas zu dicken Backen von Jim Morrison hat; dafür hat er etwas zu kleine Augen, was aber auf diese Entfernung nicht zu erkennen ist). Und was macht er, der Professor? Warum steht er da? – Er schaut zu mir her. Und ich schaue zurück. Darauf schaut er weiter her und ich schaue weiter zurück. Stehe regungslos, schaue zurück und denke, ich sollte mal auf die Uhr gucken, um später genau sagen zu können, wie lange wir so gestanden und geguckt haben. Doch dazu hätte ich den Blick abwenden müssen von ihm und das wollte ich nicht. Denn darum ging es gerade: Wer wird als Erster den Blick abwenden? - Ich nicht. - Er hat dann, nach geschätzt dreieinhalb Minuten, sich als Erster bewegt - nicht gezuckt -, sich bewegt. Hat sich den Fensterrahmen angeschaut. Hat das Fenster geöffnet. Sich kurz rausgelehnt aus dem Fenster, hat auf die Straße runtergeschaut, anschließend das Fenster wieder geschlossen. Ist hinter das Fensterkreuz getreten, hat da kurz gestanden und dann ist er weggegangen vom Fenster und hat das Zimmer verlassen. – Es ist aber keineswegs so gewesen, dass er meinem Blick nicht standgehalten hat, weil er diese Übersprungshandlungen mit dem Betrachten des Fensterrahmens und dem Rauslehnen gemacht hat. Er hat so lange zurückgeguckt, dass das für mich zählt wie nicht weggeguckt. Im Nachhinein bin ich sogar froh, dass er die Szene mit seinen Übersprungshandlungen aufgelöst hat. Denn bei meiner Sturheit würden wir vielleicht immer noch da stehen und die Tess müsste ihn mit Essen und Trinken versorgen und ihm den Nacken massieren, während ich hier völlig alleine und unversorgt dastünde,  mit leerem Magen, ausgetrocknetem Mund und Nackenstarre. Ach, und dass ich es nicht vergesse: während wir uns – unverwandt – anschauten, habe ich mal gelächelt, und wenn ich es richtig gesehen habe, hat er darauf auch gelächelt. – Und was hat das jetzt zu bedeuten? – Fortsetzung folgt.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Neuschnee

Warum bin ich nicht früher raus gegangen? Es ist gar nicht so kalt. - Der Krebspatientin sieht man es nicht an. Sie kommt daher wie immer. Operation; zehn Tage Klinikaufenthalt. Die Geschwulst war wieder bösartig. Die gleiche Stelle wie beim letzten Mal. Kann sein, dass sie damals was vergessen haben. Sie wird nur eine leichte Chemotherapie machen müssen. Dann kann sie endlich gesund werden. Sie wird nicht sterben. Das sage ich nicht. Aus Zurückhaltung. Aber ich weiß es. – Oleg erzählt einen Witz. Fragt die eine Rosine die andere Rosine: Warum trägst du einen Helm? – Sagt die andere: Ich muss gleich in den Stollen. – Roland lacht. Ich fasse es nicht. Roland will mir den Witz erklären. Nein, nein, ich weiß schon. Christstollen. Oleg erzählt noch einen Witz. Jetzt mit zwei Alzheimerpatienten. Roland lacht wieder. Ich sage: Erstklässlerwitz. Oleg will einen dritten Witz erzählen. Ohne mich. - Die Akazienstraße hoch zur Hauptstraße. So viel Schnee, dass er liegengeblieben ist. Geräumte Pfade auf den Bürgersteigen. Frau mit Kinderwagen und Begleiterin vor mir. – Entschuldigung. ... ENTSCHULDIGUNG! – Erkläre der Frau im Vorbeigehen, dass ich ihretwegen nicht durch den Tiefschnee stapfen will. Begleiterin lacht und sagt: Müssen Sie doch auch gar nicht. - Die Freundlichkeit überrascht mich. Hatte erwartet, angeschnauzt zu werden. Schnee macht gute Laune. - Sparkasse. Aldi. Reichelt. Teeladen. Dort wieder die Verkäuferin mit dem schauspielerischen Talent. Aber nur eine Rolle. Heute sagt sie: Die Leute sind so irritierend. Und das wird jetzt mit jedem Tag schlimmer. Wegen Weihnachten. Müssen Sie mal beobachten. - Mache ich, sage ich und denke, wenn sie einen besseren Text hätte, wäre sie richtig gut. - Beim Hamburger Tabakwarenhändler ist es zu voll. Um die Ecke in den türkischen Tabakwarenladen. Dann kann ich auch noch schnell bei Videoworld rein. Mitarbeiter, den ich noch aus der alten Filiale kenne. Frage nach René. Der ist jetzt bei einer anderen Firma. Andere Branche. Aber gleiches Fachgebiet. Flachbildschirme. Chinesisches Unternehmen. Großhandel. Vertrieb. – Hat er sich verbessert? – Aber unbedingt. Bei dem, was hier los ist. – Was ist bei Videoworld los? – Das kann er mir jetzt nicht sagen wegen Kollegin im Hintergrund. – Erzähle es mir beim nächsten Mal. – Mach ich, sagt er und dann Tschüss und Herr und meinen Nachnamen. Der jetzt also auch. Wen sehen die in mir? Wenn ich ihn duze, kann er mich doch auch duzen. Bei Videoworld würde ich gerne mal eine Zeit lang arbeiten und darüber schreiben. – Vorbergstraße: Das kleinere der beiden Kinder auf dem Schlitten weint. Die Mutter putzt ihm die Nase. Das Kind ist bestimmt nur müde. - Apostel-Paulus-Kirchplatz. Der kleine Junge mit den runden Brillengläsern trottet leise weinend der Mutter hinterher. Die Mutter weit voraus. Alles nicht so schlimm. Der Junge wahrscheinlich auch nur müde nach dem langen Nachmittag im Schnee. Behagliche Vorstellung, ein müdes Kind zu sein. – Durch den Matsch über die Straße. Bei Manuel oben kein Licht. Wenn der mich wieder zu seiner Silvesterparty einladen würde, ginge ich hin. Macht er aber bestimmt nicht. Alleine schon deshalb, weil ich darüber schreiben würde. Geschäftsidee: Laden Sie mich zu Ihrer Silvesterparty ein und ich schreibe darüber! Mehr Geschäftsideen. Der freie Inhalt im Internet muss irgendwie finanziert werden. Das Geld ist da. Es muss nur kanalisiert werden. Für die Inhaltsarbeit wurde noch nie bezahlt. Die Verlage werden dafür bezahlt, dass sie Anzeigen in die Welt bringen. Mit dem Geld, das sie damit verdienen, bezahlen sie die Journalisten.  - Professor da. Tess weg? Umgekehrt war besser. - Einkauf auspacken. Die weinenden Kinder vorhin. Meine Freude, wenn ich Kinder sehe. Meine Kindheit muss eine gute Zeit gewesen sein. Warum konnte ich es dann nicht erwarten, erwachsen zu werden? – Später: Tess doch da. Kleines Glück. Aber alleine. War ich als Kind auch. Deshalb wollte ich so schnell erwachsen werden. Es hat nichts genutzt.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Konkurrenz

Vom Sonntag ist noch zu berichten, dass es am Nachmittag bei der Rückgabe des entliehenen Films zu einer Verständigung zwischen mir und dem Videoworld-Mitarbeiter über meinen Auftritt vom Vortag gekommen ist. - Ich: War das denn so schlimm, was ich zu dir gesagt habe? – Er: Nein. Es war einfach nur der falsche Moment. – Ich: Ich habe ja auch eingesehen, dass ich meine Frage hätte weglassen können. – Er: Es war einfach nur der falsche Moment. – Ich: Dann vertragen wir uns wieder. – Er: Na klar. - Wäre die Verständigung – der Versuch einer Aussprache -, die im Anschluss an die Szene bei Videoworld stattfand, doch nur annähernd so einfach gewesen. Die Aussprache dauerte drei Stunden. Verabredet war, das Gespräch bei einem Spaziergang zu führen. Doch dann hatte die andere Seite sich nicht warm genug angezogen, so dass wir nicht wie von mir geplant zum Friedhof in der Großgörschenstraße gehen konnten, den ich der anderen Seite bei dieser Gelegenheit zeigen wollte. So setzten wir uns ins Café Gottlob und zogen irritierte Blicke auf uns, weil das erste Drittel des Gesprächs von uns sehr erregt geführt wurde und ich dabei mehrfach so laut wurde, dass alle im Café etwas davon hatten. Im weiteren Verlauf des Gesprächs beruhigten wir uns beide und Lüder, der ab 17.30 Uhr hinter dem Tresen arbeitete, musste sich dann schon umständlich am Spülbecken zu schaffen machen und sich weit herunterbeugen, um mithören zu können, worüber wir redeten. Am Ende äußerte die andere Seite: Ich werde das jetzt mal alles auf mich wirken lassen. Und mein Schlusswort beim Abschied war: Das war dann doch ein gutes Gespräch. Wir sollten es fortsetzen. – Ein gutes Gespräch war es, weil ich am Schluss nicht mehr rumgebrüllt habe und die andere Seite damit aufgehört hatte, mir Vorwürfe zu machen. Ob wir das Gespräch fortsetzen sollen - und wollen - und wie das geschehen soll, das muss sich erst noch zeigen. - Meine erste Reaktion nach dem Abschied bestand in dem Gefühl, dass ich das alles am liebsten nicht erlebt hätte. Den Auslöser für das Gespräch nicht und damit auch das Gespräch selbst nicht. Diese Reaktion mag wie mein übertrieben freundliches Schlusswort auf Erschöpfung zurückzuführen sein. Unvermittelt war sie allerdings nicht. Denn das hatte ich mir in den letzten Wochen schon ein paar Mal gedacht: dass es vielleicht besser gewesen wären, es bei dem Bruch belassen zu haben, zu dem es in der Freundschaft mit der anderen Seite vor vier Jahren gekommen war. Doch dazu hätte ich das Versöhnungsangebot, das die andere Seite mir im Frühjahr gemacht hat, ausschlagen müssen – und so bin ich nun mal nicht, dass ich so ein Angebot ausschlage. – Meine zweite Reaktion auf das Gespräch bestand darin, dass ich gestern zweimal versucht habe, über die Aussprache zu schreiben und über Notizen nicht hinausgekommen bin. Deshalb habe ich mir gestern schon überlegt, über das Gespräch, das im Grunde genommen ein unangenehmes Gespräch war, hinweg zu gehen und hier so zu tun, als habe es gar nicht stattgefunden. Dann ist mir aber eingefallen, dass das von der anderen Seite als unfair empfunden werden könnte, wenn ich nicht über das Gespräch schreibe und damit auch verschweige, dass sich die andere Seite einer Aussprache gestellt und welchen Standpunkt sie vertreten hat. In dem Konflikt, über den ich geschrieben habe in Einleitung, Angebot, Nachfrage und Adorno. Geschrieben habe über den Konflikt aus meiner Perspektive. Erzählung meines Erlebnisses einer Enttäuschung und einer Kränkung. Mit einer Person, die ich in dem Text Freund genannt habe; die Person anonymisiert durch Weglassen und Verallgemeinern. Die Person gemacht zu einer Figur im Roman meines Lebens. Kapitel: Freundschaft. Thema: Bewältigung einer Enttäuschung über und Kränkung durch einen Freund. Im Mittelpunkt stehend mein Erlebnis, nicht die Person des Freundes, mein Wahrnehmen eines Freundes. – Das erkläre ich deshalb so ermüdend ausführlich, weil eben das zu einem Konflikt führte in dem Gespräch, der den auslösenden Konflikt – um die nicht gegebene Hilfe und die Umstände des Nichtgebens der Hilfe - in den Hintergrund drängte. So dass es in der Aussprache am Sonntag nur mehr am Rande um meine Enttäuschung und mein Gekränktsein und dessen Anlass ging. In der Hauptsache aber um die Empörung der anderen Seite darüber, dass ich über diese Enttäuschung, Kränkung und ihren Anlass geschrieben hatte und wie - WIE! - ich das getan hatte. Nämlich so, dass sich die andere Seite in der Erzählung vom Erlebnis mit dem Freund als der Freund wiedererkannt hat und entsetzt darüber war, was für ein Bild ich von diesem Freund gezeichnet habe. Von Beginn der Aussprache an fand ich mich daher in einer defensiven Position: desjenigen, der eine für die andere Seite unvorteilhafte Wahrnehmung gehabt hat und diese Wahrnehmung nur aus dem kleinlichen, kläglichen Motiv hatte, dass er nicht bekommen hat, was er wollte. Nachdem wir die darauf zielenden Vorwürfe durch hatten, wechselte das Gespräch in seinem zweiten Teil zu einer kritischen Betrachtung meiner Person, die darauf hinauslief, meine Haltung gegenüber der anderen Seite aus weiteren fragwürdigen Motiven zu erklären. Wie  zum Beispiel einem mir unterstellten Neid auf das glückliche Familienleben der anderen Seite. ... (Passage wegen Diskretion gestrichen) ... .  Mit den Vorwürfen hingegen hatte ich leichtes Spiel. Bis auf den einen Vorwurf: dass ich über mein Erlebnis mit dem Freund geschrieben hatte. Das ist mir erst im Gespräch am Sonntag klar geworden, wie sehr das die andere Seite getroffen hat und treffen musste – nicht nur, dass ich es getan habe, sondern wie ich damit einen Einblick in meine Wahrnehmung der anderen Seite gegeben habe, einen Einblick, der nicht anders als verletzend empfunden werde konnte. Doch was wäre die Alternative gewesen? Hätte ich darauf verzichten sollen, vom Erlebnis meines eigenen Verletztseins zu schreiben, um die andere Seite vor Verletzung zu bewahren, die ihr zugefügt werden konnte, wenn ich schreibend mein eigenes Verletztsein zu bewältigen versuche? Denn nur darum ist es bei meinem Schreiben gegangen, keineswegs darum, die andere Seite zu verletzen. Dass das geschah, war eine unvermeidbare Nebenwirkung, aber nicht die Intention. –  Über dieses Dilemma hätten wir reden können. Aber dazu sind wir nicht gekommen, weil es die ganze Zeit - sozusagen im Subtext des Gesprächs - um etwas ganz anderes ging: Um den zweiten großen Vorwurf: Du fühlst dich mir überlegen. Und um Konkurrenz. Konkurrenz um Überlegenheit. Diese Konkurrenz haben wir in der Aussprache aufgeführt und zwar so, wie wir es schon häufig getan haben: Die andere Seite, die ich so bezeichne, um die Anonymisierung zum Äußersten zu treiben, und die ich jetzt er nenne – die andere Seite, also er, hat mit mir konkurriert darum, wer von uns beiden dem anderen überlegen ist, und ich habe ihn ins Leere laufen lassen, indem ich mich der Konkurrenz verweigert habe. Weil mich Konkurrenz nicht interessiert, wenn es um nichts geht; wenn das Konkurrieren rein olympischen Charakter hat, wie das in einer Freundschaft der Fall ist. Allerdings ist es bei meiner Durchtriebenheit nicht auszuschließen, dass dieses Verweigern des Konkurrierens nur eine besonders raffinierte Taktik ist, Überlegenheit herzustellen, und damit in Wahrheit auch zu konkurrieren. Ich räume das als Möglichkeit ein. Ich bin mir nicht sicher, ob es so ist. Doch das spielt auch keine Rolle bei der Frage, um die es hier geht. Sollen, wollen wir die Freundschaft fortsetzen und wie? - Antwort: Fortsetzen, wenn es uns gelingt, mit der Konkurrenz aufzuhören. Dieses Konkurrieren ist - Ergebnis meiner Gesprächsanalyse - der Grundkonflikt unserer Freundschaft. Den hat es vielleicht unbemerkt von Anfang an gegeben, inzwischen hat er sich jedoch so zugespitzt, dass es besser ist, die Freundschaft zu beenden, wenn uns nichts anderes mehr einfällt, als wie zwei kleine Jungs bei jeder Gelegenheit zu vergleichen, wer den Längeren und wer den Dickeren hat. – Außerdem verspreche ich den Lesern, nie wieder aus Rücksichtnahme auf was für eine Seite auch immer so einen unanschaulichen Text zu schreiben wie diesen. Wenn er also ein Freund sein will, dann soll er bitte auch dazu bereit sein, hier mit seinem Vornamen und als authentische Person - als ganzer Kerl -  in Erscheinung zu treten. Und wenn er dabei ein besseres Bild abgeben will als bisher, dann soll er etwas dafür tun. Statt sich über Wahrnehmungen zu beklagen, kann er sie auch korrigieren. Wenn er nicht als geizig dastehen will, soll er zeigen, dass er es nicht ist. Und wenn er dazu zu geizig ist, soll er zu seinem Geiz stehen.

Montag, 13. Dezember 2010

Rossini

Ein Leser, der den Blog immer gleich nach dem Aufstehen liest, schreibt mir unter dem Betreff Tess: Willst du damit sagen, du bist ihr endlich wirklich begegnet? – Ich antworte: Was ist wirklich? – Heimlichkeit ist Heimlichkeit, selbst für Dich. – Außerdem, um daran wieder einmal zu erinnern: Die Tess und ich, wir sind uns bereits mehrere Male nicht nur wirklich, sondern tatsächlich begegnet. Und weil wir das jedes Mal vermasselt haben, müssen wir jetzt hundert Jahre lang uns nacheinander sehnen. Und wenn wir das schaffen, ohne in unserer Sehnsucht nachzulassen, dann werden wir uns eines Tages so begegnen, dass es kein Ende mehr haben wird. – Der frühe Leser ist Peter. Von ihm gab es dann noch eine zweite Mail, mit dem Betreff Sonntag. Die gebe ich wieder in Das alte Biest, weil sie eine Korrektur, Ergänzung und Weiterführung meines Posts von gestern ist – und weil es mich freut, dass der Peter so einen guten Sonntag hatte. – Mein Sonntag ist zusammengefasst in dem Moment, als ich am Abend rauchend und Bier trinkend in meiner Küche stand, dabei den dritten Akt von Rossini, Semiramide hörte, den Blick auf den Topf mit den im siedenden Wasser garenden Nudeln gerichtet hatte und vor mich hinbrütend dachte: Alles hängt nur von mir ab. Und wie gut ist es und wie überraschend, dass ich überhaupt nicht mehr in der Lage bin, Selbstmitleid zu haben. Selbst wenn ich es wollte, es würde mir nicht gelingen, mich selbst zu bemitleiden. Wie jemand, der zu lange geweint hat, keine Tränen mehr hat, so habe ich kein Selbstmitleid mehr. – Für die Nudeln ist das sehr gut ausgegangen. Al dente, wie es besser auf den Punkt nicht geht, waren sie. - Später, als die Rossini-Oper zu Ende war, ist mir der gute Kalauer von Claudias Bruder Bernhard eingefallen, weil es sich in Semiramide gerade mal wieder so angehört hatte wie der Kalauer behauptet: Mozart ist nicht gestorben, nachdem er sein Requiem komponiert hatte, sondern hat hinter einem Grabstein versteckt seinem vorgetäuschten Begräbnis zugeschaut, um sich danach aus Wien abzusetzen und später in Italien unter dem falschen Namen Gioachino Rossini Opern zu komponieren, nur noch Opern, und es bis zum Ende seines Lebens zu genießen, nicht mehr Wolfgang Amadeus Mozart sein zu müssen. Dieses Muster. Diese Vorstellung. Nicht mehr der sein zu müssen, der man ist – durch zufällige, zum Teil widrige Umstände geworden ist. Aus seinem Leben zu verschwinden und fortan nur noch der zu sein, der man sein möchte.
Bitte beachten: es gibt einen zweiten Post von heute.