Freitag, 7. Januar 2011
Sonderbar
Die Geschichte vom Schlub und mir werde ich fortsetzen in Das alte Biest. Mit dem, was zu dokumentieren ist von letzter Woche. Und die Texte, die ab jetzt entstehen, die werde ich in einen neuen Blog stellen. Was ich dort sonst noch vorhabe, darüber demnächst mehr. Die Geschichte vom Schlub und mir ist eine Art Probelauf für den neuen Blog. Ich will mit ihr einen Schreibprozess in Gang setzen, der, wenn es klappt, ein anderer sein wird als in diesem Blog. – Hier werde ich auf das Thema Der Schlub und ich nur noch eingehen, wenn es Neuigkeiten zu melden gibt wie zum Beispiel: Der Schlub will mich treffen und mit mir reden - oder wenn ich beim Schreiben über ihn und mich etwas Überraschendes herausfinde. Wie gestern. Es ging um die von Anneli angesprochene Großzügigkeit, die kommen müsste von mir, um das Beklemmende aufzulösen, das die Schlub-Geschichte hat. Frage: Könnte die Großzügigkeit nicht schon mal damit anfangen, dass ich endlich einen anderen Ton finde beim Schreiben über den Schlub? So wie man über einen Freund spricht, mit dem es einmal so selbstverständlich und innig war, wie Anneli es nannte. - Jetzt die Notiz von gestern mit der Entdeckung: Die Selbstverständlichkeit und Innigkeit ist nicht mehr zu retten. Auch das mit dem kleinen Bruder, als den ich den Schlub einmal betrachtet habe, geht nicht mehr. Er ist nicht mehr klein. Er ist kein Bruder mehr. Er ist jetzt ein Anderer. Wollte ein Anderer sein. Hat das geschafft. Wollte mir das zeigen. Es hat mir nicht gefallen, was er mir gezeigt hat. Doch das war noch nicht der Konflikt. Zu dem kam es, als ich den Eindruck hatte, dass er mir nur noch zeigen will, was für ein Anderer er jetzt ist - als nichts sonst mehr kam von ihm als diese Demonstration. Was nicht allein an einer Besessenheit von sich selbst, sondern vielleicht auch daran gelegen hat, dass er mit mir nichts anderes mehr anzufangen wusste, als sich mir zu zeigen und vor mir zu beweisen. Weil ich uninteressant für ihn geworden war. So wie er für mich uninteressant geworden war. Meine Uninteressantheit für ihn hat er später umschrieben, indem er sagte, ich sei so abgehoben geworden. Also meine Themen, meine Betrachtungsart, meine Person. mit all dem konnte er nichts mehr anfangen. So wie ich nichts mehr anfangen konnte mit ihm. – Das kommt vor, wenn man sich so lange kennt; Jahrzehnte. Das kann auch in der besten Freundschaft passieren. Die Freunde leben sich auseinander, werden sich fremd. – Und was machen Freunde in einem solchen Fall? – Sie verlieren sich aus den Augen. Gehen getrennte Wege. Gehen sich aus dem Weg. Besser so. Doch was haben der Schlub und ich gemacht? – Wir haben uns noch jahrelang nach der Entfremdung in Abständen von drei bis sechs Monaten weiter verabredet und getroffen. Wir haben aneinander festgehalten, den Anspruch aufrechterhalten, Freunde zu sein. Er, um mir weiter zu beweisen, was aus ihm geworden ist. Ich, weil ich es nicht fassen konnte, was aus ihm geworden ist. Ich mit zunehmender Verachtung für ihn. Und er – ich weiß nicht, wie er mich gesehen hat, ich weiß nur, dass er eine Herablassung mir gegenüber gezeigt hat, die ich bei Überempfindlichkeit auch als verächtlich hätte erleben können. Trotzdem habe ich nicht mit ihm gebrochen, so wie er nicht gebrochen hat mit mir oder sich zurückgezogen hat von mir. - Das ist das Besondere an der Geschichte von uns beiden: Nicht, dass wir uns fremd geworden sind. Sondern dass wir uns das nicht eingestehen wollten. Unsere Sturheit, trotz zunehmender Unerfreulichkeit an unserer Freundschaft festzuhalten. - Ende Notiz von gestern. Hinterher zwei Möglichkeiten durchgespielt, wie ich den Schlub doch noch als Mitspieler gewinnen, ihn als Dialogpartner reinholen könnte in die Erzählung, um gemeinsam dieses sonderbare Verhalten - wenn nicht zu ergründen, dann wenigstens vollständig, d.h. auch von seiner Seite aus, zu beschreiben.
Donnerstag, 6. Januar 2011
Kinnlang
Och, Mensch! – Reichelt. Wahrscheinlich 15.35. Drei Kassen geöffnet. Zweimal hin und her, bis ich mich für eine entscheide. Der mir entfernt bekannte Mann im schwarzen Ledermantel zwängt sich an mir vorbei. Ist das Vordrängen? – Er murmelt, dass er nur was gucken will. - Desorientiert? – Ja, heute sehr. – Sonnenbrille abnehmen?. – Nein, die Sonnenbrille braucht er wegen der Magnetstrahlen – oder wie heißen die? – Er ist inzwischen zur Kasse nebenan gegangen und bespricht dort mit jemandem, was für Strahlen das sein könnten. Hat irgendwas mit den Polen zu tun. – Ich überlege, was für Strahlen er meinen könnte; komme nicht drauf. Drehe mich weg und sehe an der Kasse nebenan, an der Kasse, an der er mit der Sonnenbrille ansteht: die Tess. Im Gespräch mit der Kassiererin, mehr ein Wortwechsel als ein Gespräch, Wortwechsel, in dem es anscheinend geht um den Preis des Bunds Frühlingszwiebeln den sie in der Hand hält. - Schwarzer Mantel, rote Umhängetasche. Die kurzen Haare. Das vorgestern beschriebene Gesicht. Die Frau, die ich am Dienstag gesehen habe bei Penny. Ist das wirklich die Tess? - Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Ist das die Tess? – Schöne Menschen haben viele Gesichter. – Heute sieht sie so brav aus. Auch schön. Liegt wahrscheinlich daran, dass die Haare anders liegen als vor zwei Tagen. Die feuchte Witterung. Kein Drei-Wetter-Taft. – Ich hätte jetzt gerne ausfahrbare Ohren. Lausche angestrengt auf ihre Stimme. Amerikanischer Akzent? Spricht sie mit amerikanischem Akzent? – Das ist nicht korrekt, sagt sie zur Kassiererin. Akzentfrei? Mit Akzent? Ich höre es nicht heraus. – Ich starre sie an. Und heute erwidert sie meinen Blick! Einen langen Moment lang. Nicht befremdet oder irritiert oder fragend: Was glotzt´n der so? – Ich kann den Blick nicht beschreiben. Es ist auch nicht so, dass er mir durch und durch geht. – Ich versuche es noch mal: Sie blickt mich ganz ruhig an. Nicht herausfordernd. Nicht abweisend. Der Situation angemessen. Sie weiß, wer ich bin. Ich weiß, wer sie ist. Sie lächelt nicht. Ich lächele auch nicht. Dazu bin ich viel zu angestrengt und konzentriert darauf, was gerade passiert. Sie wendet ihren Blick ab. Hat sich inzwischen geeinigt mit der Kassiererin oder auch nicht. Geht weg von der Kasse, zur Ablage an der Wand. Sie packt ihren Einkauf in ihre Umhängetasche und verlässt ohne Eile und ohne sich nach mir umzudrehen den Supermarkt. Ich bemerke, dass ich immer noch den Einkaufskorb in der Hand halte, bitte die hinter mir stehende Frau, ihn nach hinten durchzureichen, und rechne damit, gleich dran zu kommen. Doch dann beginnt das Verhängnis, für das die Tess nichts kann, mit dem sie nichts zu tun hat, das nicht vorherzusehen war oder doch - wenn man weiß, dass ich mich manchmal wie auf Schienen bewege. Denn warum entziehe ich mich nicht dem Verhängnis? Warum lasse ich die Schale mit den italienischen Birnen und die irische Butter nicht an der Kasse liegen und laufe der Tess hinterher? Statt nun zunehmend verzweifelt darauf zu warten, dass die Kassiererin und der junge Mensch vor mir aufhören sich miteinander zu verspielen, weil sie sich anscheinend so sympathisch sind. Jetzt erst schiebt die Kassiererin seine Karte in das Kartenlesegerät. Ich fasse es nicht! Das sage ich laut und fluche dann ebenso laut wie ein pathologischer Drängler vor mich hin. Statt meinen Einkauf liegen zu lassen und der Tess hinterher zu laufen. Doch so lange kann ich jetzt auch noch warten, bis die Bestätigung vom Geldinstitut kommt, denke ich und jetzt bin ich auch schon dran. Geht ganz schnell. Die Kassiererin ist flink, freundlich, unbeeindruckt von dem Stress, den ich eben noch gemacht habe. Der junge Mensch allerdings mustert mich mit sehr kritischen Seitenblicken. Raus aus dem Supermarkt. Rolltreppe. Passage. Hauptstraße. Keine Tess. Fußgängerübergang. Nicht so hastig! Es ist stellenweise tückisch glatt. Die Tess hat den gleichen Nachhauseweg wie ich. Da müsste ich sie doch einholen, wenn sie auch die Akazienstraße lang geht. Keine Frau mit schwarzem Mantel und roter Umhängetasche vor mir oder auf der anderen Seite der Straße. Wieder hat es nicht geklappt. Warum hat sie nicht gewartet? – War sie es überhaupt? – Ja! Sie war es. Weil sie nicht gewartet hat. Weil sie verschwunden ist. Wenn die Frau im schwarzen Mantel und mit der roten Umhängetasche nur eine Doppelgängerin gewesen wäre, dann hätte ich die nämlich noch gesehen beim Verlassen der Kaiser-Wilhelm-Passage. Die wäre nicht wie vom Erdboden verschluckt gewesen. Die hätte auch nicht an der Kasse meinen Blick auf diese Art erwidert, wie die Tess es getan hat. – Und schon wieder habe ich nicht auf ihre Augenfarbe geachtet. Dunkle Augen? Braune Augen? Wie ich? - Ach, und ihre Haare sind übrigens kinnlang. Das hatte ich erst in dem Post (Kurz) stehen, dann ist es beim Überarbeiten rausgefallen und danach habe ich es nicht mehr unterbringen können. Kinnlang. – Ich lenke ab. Weil ich nicht weiß, wie ich aufhören soll, weil ich nicht weiß, was ich denken soll. Warum hat sie nicht gewartet? – Oder hat sie vielleicht gewartet? Ist langsam genug gegangen, damit ich sie einholen kann. Hat sich dann aber nicht vorstellen können, dass ich so lange aufgehalten werde und dass ich nichts dagegen unternehme. Hat vielleicht gedacht, ich habe mich verdrückt, traue mich nicht. Denkt inzwischen vielleicht, so blöd kann der gar nicht sein, dass er mich jedes Mal verpasst. Der will mich gar nicht kennenlernen. Der will nur über mich schreiben. – NEIN! Der ist im Moment völlig außer sich. Der sieht gerade Dein Dachlukenlicht gegenüber und hofft, dass das Licht bedeutet, dass Du nicht enttäuscht und böse bist auf ihn, weil er wieder nicht schnell genug war ... . Hier breche ich ab. Der Text ist geschrieben als ein Protokoll für die Tess, damit sie weiß, wie ich die Szene erlebt habe. Ich habe mehrere Schlussvarianten vom Schreiben des Entwurfs am späten Nachmittag. Sie treffen es alle nicht. Denn mehr weiß ich nicht, als jetzt da steht. Nur das noch: Am Dienstag war es gut, gleich nach der Begegnung mit ihr darüber zu schreiben. Heute wäre es besser gewesen, etwas zu unternehmen, dass es doch noch klappt, oder einfach nur im Dunkeln zu sitzen und an diesen Blick von ihr zu denken, der mir nicht aus dem Kopf geht.
Mittwoch, 5. Januar 2011
Innig
Anneli fragen. Stephanie fragen. Nach dem Schlub. Wie haben sie ihn gesehen als Freund von mir? Wie haben sie ihn überhaupt gesehen? Stephanie hat es neulich schon bemerkt: Das mit dem Konkurrieren, dem albernen, das hat es immer gegeben zwischen euch beiden, meinte sie. Annelis Erinnerungen reichen weiter zurück als die Stephanies. 1984, Sommer. Die magische Nacht im Exil. Im hinteren Raum saß André Heller und hat mit seiner Entourage Wiener Kinderlieder gesungen, den Erfolg seines Feuerwerks am Reichstag feiernd; und hinter uns, wir standen an der Bar, hockte Boy Gobert an einem Tisch und hat geknutscht mit einem sehr jungen Mann. Der Schlub wurde in dieser Nacht von der Frau von Ossi Wiener zum Butzelbär erklärt, und wie es aussah, hätte sie ihn am liebsten mitgenommen. Doch das war ihm unheimlich und am frühen Morgen, als wir alle zum Frühstücken gegangen sind, hat der Butzelbär so gekotzt, dass es gar nicht mehr aufhören wollte. Er hatte allerdings auch schon am Nachmittag zuvor mit Grappa angefangen. Anneli kannte den Schlub flüchtig von früher und hat uns damals zum ersten Mal als Freunde erlebt. Rückblickend sagt sie, unser Umgang sei so selbstverständlich und sehr innig gewesen. – Viel anfangen konnte sie nicht mit ihm. Damals nicht, später nicht. Ähnlich äußert sich auch Stephanie. Sie kann nichts Schlechtes über ihn sagen. Fand ihn nur nicht sonderlich spannend. Bemerkenswert an ihm sei nur gewesen, wie er sein Jüdischsein vertreten hat. Dass er das immer so kultiviert, so vor sich hergetragen hat. – Hat er das? – Oh ja! – Sie erinnert an eine Diskussion über Schindlers Liste und seine profilisierungssüchtige besserwisserische Kritik an dem Film, mit dem er sich zur jüdischen Über-Autorität über Spielberg machen wollte. – Kann ich mich nicht daran erinnern. Weiß nur, dass es damals auch viele nicht-jüdische Kritiker gab, die es besser wissen wollten als Spielberg; denen Schindler als Held moralisch zu unordentlich war und die mit der Botschaft des Films - Wer ein Leben rettet, rettet die Welt/die ganze Welt - nichts anfangen konnten. – Zur Jüdischkeit des Schlub mehr an anderer Stelle (der junge Schlub und der Religionsunterricht; ein Familienfoto seiner jüdischen Familie, aber ein Familienfoto seiner christlichen Familie gibt es nicht; wie ich ihm mit einem Wortspiel sein Jüdischsein aberkennen wollte). – Hat sein Jüdischsein in unserer Freundschaft eine Rolle gespielt? – Hätte ich ihn von Anfang an als so langweilig und nichtssagend empfunden wie später, wenn er nicht einen jüdischen Vater gehabt hätte und wenn mit ihm nicht ein Gespräch über Judentum möglich gewesen wäre wie mit anderen Gesprächspartnern nicht? – Gut, dass die Frage gestellt wurde. Vorläufig ist nur festzuhalten: Der Schlub war in der ersten Phase unserer Freundschaft ein witziger Kerl und er hat Sachen gemacht, die mir gefallen haben. Wir hatten gemeinsame Interessen. Die hatten wir zuletzt nicht mehr. Auch der Witz war weg. Die Gespräche wurden mühsam. Der Umgang mehr und mehr unerfreulich. Letzte Unerfreulichkeit: Die Art, wie der Schlub mit meiner Bitte um finanzielle Hilfe umgegangen ist (bitte beachten: nicht, dass er mir nicht helfen wollte, sondern wie er mich und meine Bitte um Hilfe behandelt hat, war das Unerfreuliche). Statt mich einfach abzuwenden und es so schnell wie möglich zu vergessen wie nach einem anderen sehr unerfreulichen Erlebnis mit ihm vor vier Jahren, habe ich über das letzte Erlebnis geschrieben und mir dann vorgenommen, die ganze Geschichte vom Schlub und mir zu erzählen. Dabei war es von Anfang an so, dass das Unerfreuliche im Leben sich im Schreiben fortsetzte als ein Unbehagen, eine Beklemmung. Anneli meinte gestern, dass man das Unbehagen und die Beklemmung auch beim Lesen empfindet. – Also aufhören damit? Oder soll ich die Geschichte zu Ende erzählen? Willst du zum Beispiel wissen, wie das mit dem Guggenheim-Ereignis war? – Antwort Anneli: Unbedingt weiter erzählen. Aber es muss eine Auflösung der Beklemmung geben. – Das kann doch nur sein, dass er den Dialog mit mir fortsetzt. Aber das wird er nicht tun. – Woher willst du das wissen? sagt sie. Und zuvor hat sie gesprochen von einer Großzügigkeit, die ich zeigen müsste. – Damit redet sie genau so, wie ich gedacht habe. Bis ich nach mehreren Schreibanläufen gemerkt habe, dass ich es nicht hinkriege. Dass ich mich überfordere damit, in diesem Konflikt zum Helden zu werden mit meinem Bemühen, nicht nur mit mir, sondern auch mit dem Schlub ins Reine zu kommen. – Stephanie dazu: Ich habe es aufgeben, mit jedem ins Reine kommen zu wollen. Mit manchen Leuten geht das eben nicht. - Sie nennt einen für sie wichtigen Fall, der aus Diskretionsgründen nicht zitiert wird. Und dann erinnert sie mich an einen meiner Standardsätze von früher: Man kann nicht immer gut aussehen. – Immer noch wahr. Aber vielleicht geht es, ohne gut aussehen. Wahrscheinlich geht es nur so. Ein Versuch noch. Keine Heldentat. Keine Überanstrengung. Dokumentieren, was ich habe (von letzter Woche). Erzählen, was noch zu erzählen ist. Schauen, was dabei passiert.
Dienstag, 4. Januar 2011
Kurz
Zur Erinnerung: Der Name Tess ist eine Kurzform von Contessa. So habe ich die junge Frau genannt, die ich regelmäßig im Hallenbad gesehen habe, beginnend im Winter vor zwei Jahren bis das Hallenbad sieben Monate später im Juli schloss. Das ist nachzulesen in dem Brief, den ich ihr geschrieben habe im darauf folgenden November. Darin habe ich auch beschrieben, wie sie angezogen war beim Schwimmen, dunkelrotes Tanktop, kurze schwarze Hose, und dass sie, als das Tanktop auszubleichen begann, diese Kombination gegen einen Badeanzug tauschte, der genau so contessenhaft war wie die Tanktop-Hosen-Kombination. An dem Tag, an dem sie den Badeanzug zum ersten Mal trug, hat sie entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit sich ihre langen Haare nicht am Beckenrand sitzend zusammengebunden, sondern erst im Wasser. Mit den Beinen strampelnd auf der Stelle schwimmend in meiner Blickrichtung. Um mir ihren neuen Badeanzug zu zeigen, habe ich gedacht und war hin und weg davon, dass das so sein könnte. – Als ich heute im Penny Markt zum Pfandflaschen-Automaten ging, sah ich einen Gang weiter eine junge Frau um die Ecke biegen, das heißt: von mir aus gesehen erst in meine Richtung gehen und sich dann abwenden. Die Frau sah aus wie die Contessa mit kurzen Haaren. – Ich lasse den Mittelteil weg und komme zur Kasse. Vor mir eine Frau mit ziemlich vollem Einkaufswagen. Bei einem Vergleich mit meinen wenigen Einkäufen könnte sie mich ruhig vorlassen. Macht sie aber nicht und ich sage nichts, weil ich keinen schlechten Eindruck machen will. Denn die Frau vor der Frau mit dem vollen Einkaufswagen ist die Frau, die die Contessa sein könnte. Mit kurzen Haaren? - Sie blickt nach vorne. Ich trete erst nach rechts und dann mehrere Schritte nach links von meinem Einkaufswagen weg, um sie von der Seite anschauen zu können. Sie trägt einen schwarzen Mantel, den ich schon mal an ihr gesehen habe. Verwaschene Bluejeans, gefütterte braune Stiefel mit Kreppsohlen, die ich noch nie an ihr gesehen habe. Sie hat ein volles rundliches Gesicht mit einer Nase, bei der ich mir wieder mal nicht sicher bin, ob es eine Stupsnase ist. Auf ihre Augenfarbe habe ich heute nicht geachtet. Ihre Augenbrauen sind gezupft und geschwungen. Ihre Lippen sind nicht voll, nicht dünn. Fein sind sie. Sie hat einen ungewöhnlichen, fein geschnittenen Mund. Einen großen Mund, wie ich einmal bemerkt habe, als ich sie zum ersten Mal lächeln sah. Ihr Kinn ist ausgeprägt und leicht vorspringend. - Es gibt die Vorstellung von Madonnen-Gesicht. Sie hat ein Contessa-Gesicht. Das Gesicht war es, mehr noch als ihre Art (das Tessige), das mich dazu gebracht hat, sie Contessa zu nennen. Ich habe dieses Gesicht so oft gesehen beim Schwimmen. Ich kenne seine Wandlungen. Seine Schönheit und die Härte, die es auch haben kann. Heute ist es verschlossen. Ernst. Abweisend. Mehr starren. als ich es schon tue. kann ich nicht. Doch sie blickt nicht zurück. Sie bezahlt ihre Einkäufe. Geht mit ihnen zu der Ablage neben dem Eingang, packt sie in ihre Umhängetasche aus einem roten Segeltuchmaterial. Ohne Eile. Und trotzdem ist sie schon fertig damit, als ich endlich drankomme. Als ich meinen Einkaufswagen von der Kasse weg schiebe, sehe ich sie draußen vor dem Schaufenster vorbeigehen. Richtung Martin-Luther-Straße. Ich beeile mich. Doch als ich nach draußen trete, ist sie nicht mehr zu sehen. Ich gehe zu Aldi rein. Ich gehe vor zur Kreuzung, schaue nach rechts, nach links die Martin-Luther-Straße, geradeaus die Grunewaldstraße hoch. Nirgendwo eine Gestalt mit schwarzem Mantel und roter Umhängetasche. Wie vom Erdboden verschluckt. Alter Indianertrick; gehört zu ihrem Repertoire. So wie jetzt an dieser Kreuzung habe ich schon einige Male dagestanden: So kurz vor dem Ziel gewesen und mich verfluchend, dass ich wieder nicht schnell genug, nicht geistesgegenwärtig war. Dabei hatte ich mir schon überlegt, was ich zu ihr sage, wenn ich sie ansprechen würde. Stotternd, vielleicht mit zitternden Lippen. Ist doch egal. Hauptsache vor ihr stehen und mit ihr reden. – Um nichts versäumt zu haben, bin ich dann noch mal zu Aldi reingegangen, um nach ihr zu schauen. Dabei ist mir eingefallen, dass ich bei Penny vergessen hatte, Milch zu kaufen. An der Kasse, ich mit meinem Liter Milch. 56 Cent oder 55? Als die Kassiererin mir das Wechselgeld zurückgibt, schaue ich sie an mit einem solchen weggetretenen und zugleich bohrenden, wahrscheinlich furchterregenden Blick, dass ich mich wortreich entschuldige, als ich aus meiner Abwesenheit auftauche und die Münzen entgegennehme. – War das jetzt wieder eine verpasste Gelegenheit? War das jetzt mal wieder einer der für uns typischen Fälle von es vermasselt haben? Oder wollte die Tess mir nur zeigen, dass sie sich die Haare hat kurz schneiden lassen? - Wenn die Frau, die letzten Freitag telefonierend am Fenster des Wohnzimmers in der Dachwohnung gegenüber stand, auch die Tess war, dann hat sie sich die Haare erst in den letzten Tagen abschneiden lassen. Denn die Frau am Fenster hatte lange Haare. – Weiß sie, dass Männer wie ich denken, dass wenn eine Frau sich die Haare kurz schneiden lässt, dass sie dann was vorhat, dass sie dann ihr Leben verändern will?
Gestern vergessen den Post zu verlinken, in dem das Wort tessig erstmals vorkam.
Gestern vergessen den Post zu verlinken, in dem das Wort tessig erstmals vorkam.
Montag, 3. Januar 2011
Tessig
Wie spät ich dran bin, als ich ins Hallenbad komme, merke ich ohne Blick auf eine Uhr daran, dass mir der lachende Mann am Eingang entgegenkommt. Denn das heißt, dass es etwa 6.55 Uhr ist. Sehe ich ihn erst in der Umkleide, und er zieht sich gerade an, dann ist es 6.45 oder 6.50 Uhr. Und wenn ich ihn erst im Duschraum sehe oder erst in der Schwimmhalle, dann ist es zwischen 6.35 oder 6.40 Uhr. Der lachende Mann ist Mitte 70, hörbar Norddeutscher, und er tritt meist in Begleitung eines hoch aufgeschossenen jüngeren Mannes auf, mit dem er sich immer sehr angeregt unterhält. Worüber die beiden reden, habe ich bis heute noch nicht mitgekriegt. Was es auch ist, es gibt immer was zu lachen dabei. Wenn ich mich dem Duschraum nähere, kann ich schon von draußen hören, wenn die beiden da sind, und es vergeht kein Mal, ohne dass die beiden in lautes Gelächter ausbrechen. Nun ist der junge Mann seit ein paar Wochen in Kuba. Deshalb war der lachende Mann alleine, als er mir heute am Eingang des Hallenbades entgegenkam und mir in seiner ausgelassenen Art im Vorbeigehen Frohes Neues Jahr gewünscht hat. Als ich seinen Neujahrswunsch erwidert und ihm dabei die Hand gegeben habe, hat er mich gefragt: Was bist´n eigentlich für´n Landsmann, Kamerad? – Ich: Na ja, Deutscher. - Er verzieht sein Gesicht. - Ich: Ach so! Sie meinen die Landschaft, aus der ich komme. Ich komme aus Nordbaden. – Er: Nordbaden. Hm. Na dann mal Tschüss. – Nordbaden? Nordbaden? Nordbaden? wird er hinterher gegrübelt haben. Während ich hinterher mich darüber gefreut habe, dass er mich Kamerad genannt hat. Das wollte ich mir nicht von jedem sagen lassen. Vom lachenden Mann so angeredet zu werden fand ich rührend. Wenn wir uns wieder treffen, werde ich ihm genau erklären, wo Nordbaden liegt, dann darüber schreiben und dann erfahren es auch die Leser, die es nicht wissen (in Berlin ist mir noch niemand begegnet, dem ich es nicht erklären musste). - Leute, über die zu schreiben Spaß macht – heißt: es ist angenehm, sie hier dabei zu haben. Am besten gefällt es mir natürlich, die Tess hier zu haben. Was nicht allein daran liegt, dass ich so hinter ihr her bin und gar nicht genug von ihr bekommen kann, sondern daran wie sie ist und an der Atmosphäre, die sie damit schafft. Einfacher gesagt: es liegt am Tessigen. Mein Wort des Jahres 2010 und deshalb auch der Titel des Posts von heute. – Auch über Peter zu schreiben macht Spaß. Das hat sicher auch dazu beigetragen, dass wir wieder zu der freundschaftlichen Vertrautheit zurück gefunden haben, von der ich glaubte, dass wir sie nie wieder kriegen könnten, weil wir dazu inzwischen zu alt und zu eigen sind. Mehr Beispiele von Leuten, über die zu schreiben Spaß macht. Und gerade akut ein Beispiel für das Gegenteil. Die Geschichte mit dem Schlub. Nicht, dass mir zu der nichts einfiele. Ich habe die Geschichte auch mittlerweile verstanden. Könnte sie auf die eine oder andere Art gerade so runtererzählen. Trotzdem drücke ich mich davor und verschiebe es von einem Tag auf den anderen, sie wieder aufzunehmen. – Gründe? – Schon wieder sträubt sich etwas in mir. – Gegen? – Morgen mehr dazu. Morgen ist Schluss mit dem Aufschieben. Morgen setze ich die Schlub-Geschichte fort. An der Unerfreulichkeit des Themas oder daran, dass vom Schlub keine Freude ausgeht, liegt es übrigens nicht, dass ich mich so gegen das Schreiben über ihn sträube. Denn es gibt auch Leute, die mir im Leben überhaupt keinen Spaß machen, über die ich aber gerne schreibe. Deshalb wollte ich heute beim Hamburger vorbeigehen; nicht nur, um Zigaretten bei ihm zu kaufen, sondern um ihm ein Frohes Neues Jahr zu wünschen, und das wiederum nicht nur aus Verbundenheit mit einem alten Feind, sondern um zu schauen, wie er auf meinen Neujahrswunsch reagiert und dann darüber zu schreiben. Aber dann habe ich schon von weitem gesehen, dass der Laden geschlossen ist. – Wieso das denn? Wegen Inventur oder was? – Nein. Auf dem Zettel, der am runtergelassenen Rollladen klebte, stand: Wegen Krankheit geschlossen / Voraussichtlich bis 8.01. – Hoffentlich ist es nichts Ernstes. Beste Genesungswünsche!
Ich habe akut Zugangsprobleme zum Host Blogger von meinem Samsung-Laptop aus. Mein Google-Passwort, das auch das Passwort für Blogger ist, wird nicht mehr akzeptiert. Den Post habe ich jetzt auf meinem Sony-Laptop absetzen können, weil ich von dort ohne Passwort-Nachfrage in meinen Blogger- Account gekommen bin. Das zur Information an die Leser, falls die Probleme sich bis morgen nicht beheben lassen. Wenn ich gar nicht mehr an meinen Blog rankommen sollte, werde ich sofort einen neuen Blog einrichten. Über Google-Suche dann bitte nach meinem Namen und nach dem Begriff Notausgabe suchen. So würde ich dann meinen ersten Post im neuen Blog nennen.
Sonntag, 2. Januar 2011
Großzügig
Schwierigkeiten mit dem Wortgebrauch von Faszination und fasziniert sein. - Wovon man nicht sprechen kann, das sollte man besser lassen? – Der Mann mit dem angenehmen Wiener Akzent heißt wahrscheinlich nicht Wittgenstein. Er kommt mir in der Grunewaldstraße entgegen und wünscht mir mit seinem Wiener Akzent Frohes Neues Jahr, noch bevor ich es ihm wünschen kann. Die Welt ist alles, was der Fall ist. Ich halte den Neujahrsgruß des Mannes mit dem angenehmen Wiener Akzent für ein gutes Vorzeichen. – Es ist nicht immer von Vorteil, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben. Das Mäppchen, das mir geschenkt worden ist, obwohl ich kein Geschenk bekommen wollte und schon gar kein Weihnachtsgeschenk, ist nicht zu gebrauchen, denn es ist viel zu klein, um alle meine Karten, den Personalausweis, den Führerschein, mein vieles Geld und was ich sonst noch immer bei mir haben muss, darin unterzubringen. Was mache ich jetzt damit? Was sage ich jetzt der Person, die es so gut mit mir meinte? Wie bringe ich sie dazu, mir nichts mehr zu schenken? Wie mache ich klar, dass ich nichts mehr geschenkt haben will? - Weil ich lieber mein altes, zerfleddertes Mäppchen weiter benutze, in das alles hineinpasst, als das neue, viel zu kleine, das mich immer erinnern wird daran, dass jemand an mich, aber nicht mitgedacht hat. Und weil ich es grundsätzlich leid bin, Opfer von CDs zu werden, die aus der eigenen CD-Sammlung aussortiert wurden, weil sie sich als Fehlkäufe erwiesen haben. Oder eine Krawatte zu bekommen (beim selben Anlass wie die CDs, einem Geburtstagsessen, zu dem ich eingeladen hatte in einer Zeit, in der ich noch Krawatten trug), eine braune (sic!) Krawatte, die der Schenkende wahrscheinlich selbst geschenkt bekommen hatte und nun weiter gab an mich, weil sie ihm nicht gefiel. – Wobei die eigentliche Zumutung gar nicht der Schwund ist, den sie einem einpacken, sondern die Verlegenheit, in die sie einen damit bringen. – Dieser Verlegenheit und der Beklemmung, die sie erzeugt. will ich mich nicht mehr aussetzen. Ich werde Geschenke künftig nicht mehr annehmen. Dann muss ich auch nicht mehr nachdenken über die Motive des Misslingens (Mäppchen) oder der Schäbigkeit (CDs, Krawatte) beim Schenken oder darüber, dass mir das immer wieder passiert, und dass ich das möglicherweise anziehe, solche Geschenke zu bekommen. Dass es möglicherweise etwas verrät darüber, wie ich von Leuten gesehen und deshalb von ihnen behandelt werde. Denn ich ziehe es gar nicht an. Es ist einfach nur so, dass ich als Kind großzügig beschenkt wurde - dass ich Geschenke bekommen habe, die mich jedes Mal umgehauen haben, weil sie das, was ich mir gewünscht hatte, weit übertrafen. So dass ich auf die Achtlosigkeit und Schnödigkeit beim Schenken im Erwachsenenleben, die in unserer Kultur der Normalfall sind, nicht vorbereitet bin und mich deshalb auch nie mit ihr werde abfinden können. Also werde ich künftig Geschenke mit den Worten zurückweisen: Das kann ich nicht annehmen. Und damit das nicht für eine Floskel gehalten wird im Sinne von: das wäre doch nicht nötig gewesen, werde ich hinzufügen: Bitte nimm das wieder mit und das Geschenk ungeöffnet zurückgeben. Und wenn ich gefragt werde, warum ich das Geschenk nicht will, dann werde ich sagen: Ich bin als Kind so großzügig beschenkt worden, dass es für mein ganzes Leben reicht. - Nur von Kindern werde ich weiterhin Geschenke annehmen, weil Geschenke von Kindern immer gut und nicht nur gut gemeint sind.
Samstag, 1. Januar 2011
Neu
Keine Raketen. Kein Champagner. Kein Kater. Happy New Year, Tess! Frohes Neues Jahr allen Mitspielern und Lesern! Und an die Leser auch gleich noch eine Bitte: Nicht ärgerlich sein wegen Schwerverständlichkeit des Posts von gestern. Letztlich können den Text nur die Beteiligten, die Tess und ich, und allenfalls noch der Professor und seine Londoner Frau verstehen. - Was sollte er dann? – Ich habe ihn stehen lassen so wie er ist als Dokument eines Geschehens, in dem die Tess mich gerettet hat aus meiner Selbstblockade und in dem wir seit ganz langer Zeit einmal wieder eine Gemeinsamkeit hatten. Das war aufregend, das war unerwartet und beglückend. Allerdings stimmt es nicht, was da am Ende steht, dass das mehr (differenziertere) Kommunikation war, als wir sie je hatten. Ich habe das hingeschrieben, weil es mir in dem Moment so vorgekommen ist, und ich habe das später nicht korrigiert, weil ich den Text authentisch wiedergeben wollte. Richtigstellung jetzt: Das Ungewöhnliche gestern war nicht der Dialog selbst, Dialog meines Schreibens mit dem Licht der Tess. Das hat es auch schon zuvor gegeben, sogar mit noch größerer Differenziertheit. Das Besondere war, dass die Tess in dem Dialog gestern zum ersten Mal etwas gemacht hat, das ich wollte. Das war neu, dass sie eingegangen ist auf meinen Vorschlag (den Code helles Licht/gedämpftes Licht) und mir damit direkt geantwortet hat. So etwas macht sie nämlich sonst nicht, auf Vorschläge von mir einzugehen. Sie handelt nur nach ihren Vorstellungen. Das kann darin liegen, dass sie eine sehr eigenwillige, eigensinnige Person ist. Es kann aber auch sein, dass sie meint, so mit mir umgehen zu müssen. So oder so drückt sie damit bei mir genau die richtige Taste. Denn ihre Eigenwilligkeit, ob für sie charakteristisch oder mit Vorsatz gezeigt, ist für mich Teil der Faszination, die von ihr ausgeht. Der andere Teil der Faszination ist: Dass ich alle möglichen Vorstellungen über die Tess habe und zugleich weiß, dass sie ganz anders ist, als ich es mir vorstelle. Und: Dass ich mir sicher bin, dass sie viel – ja was? – nicht besser oder großartiger oder strahlender ist als die Vorstellung, die ich von ihr habe, sondern – ja was? – anders ist auf womöglich eine ganz einfache Art. Eine so überraschend andere und einfache Art, dass ich komplizierter Mensch es mir gar nicht vorstellen kann. Und dass sie gerade deshalb das Beste ist, was mir passieren könnte, wenn es mir nur endlich passieren würde. Wenn sie frei wäre zu tun, was sie will. Und: Wenn ich sie nicht von mir fernhalten würde mit meinen übertriebenen Vorstellungen von ihr. Als ich sie einmal im letzten Frühjahr in einem Text an sie allzu sehr verherrlicht habe, da hat sie mir den Text gelöscht; das war das einzige Mal, dass sie so etwas gemacht hat. Und ich weiß auch, dass sie den Post Golightly überhaupt nicht mochte. So sieht sie sich nicht. So will sie nicht gesehen werden. So ist sie nicht. Nicht wie irgendwer, den ich mir ausmale in meiner Phantasie. Vielleicht ist sie nicht mal einzigartig und vielleicht auch gar nicht so besonders, wie ich meine, und trotzdem überraschend. Die überraschende Erklärung dafür, dass ich so fasziniert und angezogen von ihr bin. Deshalb bin ich so verrückt nach ihr. Wegen dieser Anziehung und weil ich es – seit zwei Jahren – nicht erwarten kann, von der Erklärung für diese Anziehung überrascht zu werden.
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